Urban Jungle – Zimmerpflanzen bereichern unser Leben auf vielfältige Art und Weise

Dass die Farbe Grün eine beruhigende und harmonisierende Wirkung auf den Menschen hat, ist allgemein bekannt. Etwas weniger bekannt ist die Tatsache, dass grüne Pflanzen unser Stressniveau sofort reduzieren können. Viele Menschen fühlen sich zudem instinktiv wohler, wenn sie Grünpflanzen in ihrer Nähe haben.

Pflanzen in Wohn- und Arbeitsräumen können aber noch viel mehr als unser Gemüt zu beruhigen. Es wurde bereits in zahlreichen Studien belegt, dass Pflanzen eine vielseitig positive Wirkung auf den Körper und Geist haben. So reinigen sie die Luft, fördern unsere Konzentration sowie Motivation und machen uns glücklich und kreativer.

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Stress, ade

Lange Zeit wurde der Effekt von Pflanzen auf unsere Psyche unterschätzt. Nun erkennen immer mehr Menschen, dass sie uns entspannen lassen und optimistischer machen können. Der Stress des Alltags, depressive Gedanken und Ängste werden auf natürliche Art und Weise reduziert, ohne große Mühen und Mittelchen.

Wir fühlen uns tatsächlich viel weniger gestresst, wenn wir Pflanzen um uns herum aufstellen.

Grün für mehr Konzentration

Warum und wie Pflanzen unsere Konzentration und Gedächtnisfähigkeit fördern, ist nicht ganz klar. Jedoch berichten Menschen sehr häufig davon, dass sich Ihre Konzentration sowie Ihre Energie erheblich steigt, wenn sie von Pflanzen umgeben sind. Es wird unter anderem vermutet, dass sie uns immer einmal wieder für kurze Zeit gedanklich abschweifen lassen und so das Konzentrationsvermögen wiederherstellen – der Effekt kann mit einem Power Nap verglichen werden.  

Fakt ist, dass Pflanzen Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufnehmen und im Gegenzug Sauerstoff abgeben. Nun ist Kohlenstoffdioxid dafür bekannt uns müde zu machen und unserer Konzentrationsfähigkeit entgegen zu wirken. Wenn wir Pflanzen an unserem Arbeitsplatz aufstellen, sorgen wir für mehr Sauerstoff in der Luft. Und unser Gehirn benötigt ausreichend Sauerstoff, um optimal arbeiten zu können.


Frische Luft bitte, auch im Schlafzimmer

Wenn wir bedenken, dass wir uns 80–90 % unseres Lebens in geschlossen Räumen aufhalten, ist es doch ein wenig erschreckend, wie viele Schadstoffe eigentlich in der Raumluft vorhanden sind:

Untersuchungen der NASA haben zwar ergeben, dass Zimmerpflanzen bis zu 87 % der Luftgifte innerhalb von 24 Stunden entfernen können. Die paar wenige Pflanzen in unseren Wohnungen und Häusern können diese Aufgabe allein allerdings nicht bewältigen. Auch wenn Pflanzen nicht magisch alle Schadstoffe aus der Luft filtern, tragen sie jedoch ein kleines Stück dazu bei, die Luft, die wir einatmen, zu reinigen.   

Viele Menschen haben bedenken, Pflanzen in ihr Schlafzimmer zu stellen, da die meisten Pflanzen nachts Kohlendioxid freisetzen. Gut zu wissen ist, dass Pflanzen nachts weit weniger Kohlendioxid freisetzen als Menschen und Haustiere. Ein Schlafzimmer voller Pflanzen ist also kein Grund zur Sorge.  

Möchte man dennoch auf Nummer sicher gehen, sind Pflanzen wie Orchideen und Sukkulenten, die auch nachts Sauerstoff abgeben, für das Schlafzimmer zu empfehlen. Sie werden oft als perfekte Pflanzen für das Schlafzimmer bezeichnet.  


Pflanzen für Deinen Urban Jungle

Ein Urban Jungle kann Deine Zuflucht vor der grauen, städtischen Außenwelt sein. Für viele Menschen ist der heimische Dschungel bereits eine Quelle großer Freude. Ganz gleich, ob Du in einer kleinen Wohnung oder in einem großen Haus lebst, Pflanzen setzen optische Akzente, die jeden Raum ein wenig schöner machen und zudem das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Um Deinen grüne Oase zu schaffen, lohnt es sich herauszufinden, welche Pflanzen für welchen Raum und welche Art von Umgebung am besten geeignet sind.

Im Folgenden stellen wir Dir ein paar Pflanzen vor, mit denen Du nichts falsch machen kannst – auch wenn Du keinen grünen Daumen hast. 



Sukkulenten

Sukkulenten sind pflegeleicht und für die meisten Wohnräume geeignet. Sie werden am besten auf die Fensterbank gestellt, wo sie das meiste Sonnenlicht bekommen können.


Übrigens: Viele Menschen denken, Sukkulenten und Kakteen seien dasselbe, da die meisten Kakteen als Sukkulenten eingestuft werden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Kakteen über Aureolen verfügen, aus denen die charakteristischen Stacheln wachsen. Sukkulenten haben diese nicht.


Aloe Vera (Echte Aloe)

Der Saft von Aloe Vera Pflanzen spendet Deiner Haut Feuchtigkeit und kann zur Heilung kleiner Schnitte sowie zur Linderung eines Sonnenbrands verwendet werden – sie ist nützlich und zugleich hübsch anzusehen. Als Sukkulente benötigt sie wenig Wasser, bevorzugt aber helles, indirektes Sonnenlicht, vor allem bei kühleren Temperaturen. Eine Aloe Pflanze wächst jahrelang im gleichen Topf. Wenn Du die Blätter verwenden möchtest, entferne nicht mehr als ein Drittel der Pflanze auf einmal.

Kolbenfaden (Aglaonema) 

Der Kolbenfaden ist ebenfalls sehr pflegeleicht und kann sich an die meisten Raumbedingungen anpassen, obwohl er Zugluft und kühle Temperaturen eigentlich nicht mag. Wie die Aloe Vera benötigt er einen hellen Standplatz den kein direktes Sonnenlicht erreicht. Die Erde sollte stets gleichmäßig feucht gehalten werden.

Die meisten Sorten haben bunte Blätter, was sie umso attraktiver macht.

Geigen-Feige (Ficus lyrata)

Die Geigen-Feige macht Deine Wohnung definitiv zu einer tropischen Oase. Sie ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen und in den Tropen beheimatet, wo sie unter sehr warmen und feuchten Bedingungen gedeiht. Die Geigen-Feige braucht viel Licht, Wasser und wenig Abwechslung. Hat sie sich einen Standort gewöhnt, sollte sie am besten nicht mehr bewegt werden. Sie ist vielleicht nicht die perfekte Pflanze für Menschen ohne grünen Daumen. Die Geigen-Feige ist jedoch relativ widerstandsfähig und kann auch unter weniger perfekten Bedingungen ziemlich lange überleben.

Friedenslilie (Spathiphyllum)

Für Anfänger ist die Friedenslilie wiederum perfekt geeignet. Sie muss zwar regelmäßiges gegossen werden, aber sie wird es Dir sofort verzeihen, wenn Du das Blumengießen einmal vergisst. Die Blüten der Friedenslilie sind ihr auffälligstes Merkmal und sie kann recht groß werden. Obwohl sie warme, feuchte Bedingungen bevorzugt, kann man es ihr in der Wohnung auch gemütlich machen. Solange man sie an einem hellen Standort platziert, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist, und Räume meidet, die über längere Zeit ungeheizt bleiben.

Goldene Efeutute (Epipremnum aureum)

Wenn Du für einen schattigen Platz in Deiner Wohnung nach einer geeigneten Pflanze suchst, wähle am besten die (Goldene) Efeutute. Sie bevorzugt zwar halbschattige bis helle Lichtverhältnisse, warme Temperaturen und regelmäßig Wasser. Diese flexible Pflanze verträgt jedoch auch weniger als ideale Bedingungen.

Bergpalme (Chamaedorea elegans)

Die Bergpalme (Chamaedorea elegans) stammt aus Guatemala und wächst dort im Teil- bis Vollschatten. Sie muss regelmäßig gegossen werden, gedeiht aber dafür auch an schattigen Orten, an denen andere Pflanzen nicht überleben könnten. Tatsächlich verbrennt zu viel Licht die Blätter der Palme, weshalb sie nicht in der Nähe von Fenstern aufgestellt werden sollte. Ein Standort nahe dem Badezimmer, ist aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit ideal.


Philodendron (Baumfreund)

Der Philodendron ist eine unkomplizierte Zimmerpflanze und eine weitere gute Wahl für Anfänger. Philodendren mögen es hell, sollten aber vor direktem Sonnenlicht geschützt werden. Weniger ist hier mehr, wenn es um die Bewässerung geht.


Fazit

Pflanzen sind eine preiswerte Möglichkeit, selbst die langweiligsten Räume aufzupeppen. Schmücke Deine Fensterbänke mit Sukkulenten und / oder stelle Dir die große und prächtige Geigen-Feige in Dein Wohnzimmer. Du kannst auch Spaß mit den Töpfen haben und Deine Pflanzen in schönen Keramikgefäßen ausstellen.

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