Wie Dich Minimalismus produktiver werden lässt

Photo by Linh Le on Unsplash

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Neben einer aufgeräumten Wohnung hat ein minimalistischer Lebensstil einen weiteren, ganz eindeutigen Pluspunkt: Ein minimalistisches Leben zu führen, heißt, produktiver zu sein. Indem Du unnötige und störende Dinge aus Deinem alltäglichen Leben entfernst, hast Du viel mehr Zeit, Dich den wirklich wichtigen Dingen zu widmen.

 

Ja, Du darfst Nein sagen

Es ist vielleicht nicht immer leicht, Nein zu sagen. Doch wenn Du lernst, gewisse Dinge abzulehnen, die nicht wesentlich sind, wirst Du Dich besser auf ein aktuelles Projekt konzentrieren können. Nur sehr wenige Menschen sind sich darüber bewusst, wie wichtig es ist, Nein zu Dingen und Menschen zu sagen. Die Einladung zum Café, Brunch oder Shopping ist nett und klingt verlockend, lenkt uns aber meist von den wesentlichen Aufgaben ab – ob es uns gefällt oder nicht.

Lerne, nur zu einigen wenigen Dingen Ja zu sagen und freundliche Einladungen auch einmal abzulehnen. Sage Deinen Freunden und Deiner Familie, dass Du bei der Arbeit im Büro oder bei einem Projekt nicht gestört werden möchtest. Es mag am Anfang etwas hart klingen, aber irgendwann verstehen die Liebsten, dass es nicht persönlich gemeint ist.

Nein zu sagen, wird Dir umso leichter fallen, wenn Du einen Lebensstil adaptierst, der darauf ausgerichtet ist, weniger und nur essentielle Dinge zu besitzen.

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Single-Tasking oder Multitasking?

Du kannst im Leben mehr erreichen, wenn Du Dich dafür entscheidest weniger zu tun

Ob nun das Single-Tasking oder das Multitasking besser ist, kann pauschal vielleicht gar nicht beantwortet werden – die Meinungen gehen hier weit auseinander. Jedenfalls hat das Multitasking, also viele Aufgaben gleichzeitig und so schnell wie möglich zu bearbeiten, bei mir zu einem kleinen Burnout geführt. Aus diesem Grund bin ich ein großer Befürworter des Single-Tasking.

Für viele Menschen ist es eine gute Lösung, sich nur auf eine Sache zu konzentrieren, alles Unwesentliche auszublenden und trotzdem mehrere Aufgaben am Tag zu erledigen – nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Wenn wir versuchen Multitasking zu betreiben, leidet in vielen Fällen unserer Produktivität, wir werden gestresster und sind letztendlich unglücklich.

Doch wie unterscheiden wir wesentliche und unwesentliche Aufgaben? Setze Dir ein klar definiertes Ziel und stelle Dir folgende Frage: Wird mich diese Aktivität zu meinem Ziel führen? Wenn die Antwort Nein ist, streiche es von Deiner To-Do-Liste.

Sich über einen längeren Zeitraum auf eine Aufgabe zu konzentrieren, ist definitiv schwierig. Das Single-Tasking kann Dir aber dabei helfen, Deinen Fokus zu schärfen und Deine Aufmerksamkeitsspanne zu erweitern. Es kann Dich auch kreativer machen, denn es bringt Dich dazu, Dich länger und tiefgründiger mit einer Aufgabe zu beschäftigen und Ergebnisse zu finden. Zudem ist es weniger stressig!


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Tipp: Vermeide Ablenkungen

Wenn mein Handy neben meinen Laptop liegt, während ich arbeite, merke ich jedes Mal, wie unproduktiv ich eigentlich bin. Ich habe mein Handy konstant im Blick und immer, wenn es brummt und piepst, nehme ich es sofort in die Hand.

Versuche all das, was Dich ablenken kann, von deinem Arbeitsplatz zu entfernen, um Deiner Aufgabe ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.


Jetzt Minimalist und gleichzeitig gut organisiert?

Minimalistisch zu leben heißt, dass man eine kleinstmögliche Auswahl an einer Vielzahl von Dingen hat.

Minimalisten sind grundsätzlich gut organisiert, da bei ihnen nicht viel Zeug herumfliegt und das Zuhause und der Arbeitsplatz meist aufgeräumt aussieht, ohne dass dafür groß etwas getan werden muss. Wenn Du die meisten Sachen aus Deinem Leben verbannst, wird es Dir nicht mehr schwerfallen, organisiert zu sein. Weniger herumliegende Dinge bedeuten gleichzeitig weniger aufräumen zu müssen und weniger Ablenkung, was Dir im Grunde genommen mehr Konzentration und mehr freie Zeit gibt.

Das klappt auch in der digitalen Welt! Mein Desktop war früher überfüllt mit verschiedenen Ordnern und Bildern ohne jegliche Struktur – das machte die Suche nach etwas Bestimmten zu einer Qual. Heute habe ich nur noch einen Hauptordner auf meinem Desktop. Alles andere ist in Unterordnern angeordnet und ich weiß genau, wo ich suchen muss, wenn ich etwas brauche. Anfangs dauert es eine Weile, ein geeignetes System zu entwickeln, aber wenn das erst einmal erledigt ist, befolgt man einfach den eigenen Regeln und in Zukunft wird viel Zeit und Stress eingespart.

 

Lebe Deinen Traum

Wenn Du Nein zu den Dingen sagst, die Du nicht in Deinem Leben haben möchtest, sagst Du eigentlich Ja zu den Dingen, die für Dich wichtig sind. Diese Art des Denkens hilft Dir, deine Träume zu verwirklichen. Was willst Du wirklich machen?

Leider haben Menschen, die viel zu viel zu tun haben, meist nicht die Zeit, über wesentliche Dinge nachzudenken. Sie geben sich mit durchschnittlichen Jobs zufrieden, die ihnen aber eigentlich keinen Spaß machen. Sie kaufen ständig Dinge, weil Entscheidungen emotional getroffen werden. Sie denken selten an die Zukunft und leben nur in der Gegenwart - und konsumieren so viel wie möglich.

Wenn Du Deine Gedanken aufräumst, erkennst Du, was Du wirklich willst und brauchst. All Deine Bemühungen konzentrieren sich dann auf Deine Ziele im Leben.

Fazit

Minimalismus kann Dich produktiver machen, indem alle unnötigen Dinge entfernen werden, die Dich daran hindern, die beste Arbeit zu leisten und deine Ziele zu verwirklichen. Wie man produktiver wird, ist auch wirklich kein großes Geheimnis und eigentlich ganz leicht: Schalte alles um Dich herum ab, wenn Du an einem Projekt arbeitest. Danach steht dem Café oder dem Feierabend-Bier natürlich nichts mehr im Wege.